Bedingungsloser Einsatz für die Mitmenschen

Dr. L. Burgdörfer

Als einen aufmerksamen Zuhörer, einfühlsamen Seelsorger und sprachmächtigen Prediger hat Oberkirchenrat Manfred Sutter den scheidenden Leiter des Missionarisch-Ökumenischen Dienstes (MÖD) der Landeskirche, Pfarrer Ludwig Burgdörfer, bezeichnet.

In einem Gottesdienst anlässlich der Verabschiedung in der Stiftskirche Landau hob Sutter „den bedingungslosen Einsatz für die Mitmenschen im Sinne Jesu Christi“ hervor, dem sich Burgdörfer schon als Abiturient und Theologiestudent verschrieben habe.

Vor mehreren hundert Gottesdienstteilnehmern würdigte Oberkirchenrat Sutter die besonderen Gaben und Begabungen Burgdörfers, von denen zum Beispiel Lektoren und Prädikanten profitiert hätten, die er ausgebildet und in ihrem Dienst begleitet habe. Für die Mitarbeiter diakonischer Einrichtungen in der Pfalz entwickelte der MÖD unter Burgdörfers Leitung „Hilfsangebote für Helfende“, Auszeiten für die eigene Leib- und Seelsorge und einen Raum für Glaubensfragen.

In seiner Abschiedspredigt an dem Sonntag, der dem Erzengel Michael gewidmet ist, zeigte sich der Wortverkündiger Ludwig Burgdörfer davon überzeugt, „dass Gott auf der Suche nach Leuten ist, die das Zeug haben, seine Engel zu werden.“ Ein „Engeltalent“ schlummere in allen. Die Kompetenz, einander gut zu tun, zu helfen, hinzuhören, zuzupacken, zu trösten und beizustehen sei weit verbreitet. „Deshalb ergeht hiermit die herzliche Einladung, bei dem Unternehmen Gott und Sohn einzusteigen, je nach Zeit und Kraft“, sagte Burgdörfer.

Der aus dem Donnersbergkreis stammende Ludwig Burgdörfer studierte in Bethel und Heidelberg Theologie und war Vikar in Neustadt. Seine erste Pfarrstelle führte ihn nach Gundersweiler, anschließend war er Pfarrer und Dekan in Landau. 2002 übernahm der promovierte Theologe die Pfarrstelle für Volksmission und die Leitung des neu eingerichteten MÖD. Über zwei Jahrzehnte ist Burgdörfer als Verkündigungsautor im Südwestrundfunk aktiv.

Nachfolger Burgdörfers in der Leitung des MÖD ist Pfarrer Florian Gärtner, der zugleich die Pfarrstelle für Weltmission und Ökumene innehat. Ab dem 1. Oktober folgt Pfarrer Thomas Borchers im Bereich Volksmission.

Quelle: www.evkirchepfalz.de

 

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