Cleanliness und ökologisches Bewusstsein

Pioniere in 13 Presbyterianischen Schulen gehen voran

Genesis 2,15 “Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.”

Dreizehn Presbyterianische Schulen in Osu, La und La Bawaleshie, Innenstadtbezirke von Accra in Ghana hatten an einem Pilotprojekt der PCG teilgenommen, die Cleanliness Campaign sollte beginnen. Der Moderator Prof. J.O.Y. Mante eröffnete sie feierlich am 28. Mai 2019 in der großen Gemeindehalle der ältesten Gemeinde Accras, der Osu Ebenezer Hall. Es ging darum, Umweltschutz neu zu lernen, einen Sinn für Reinlichkeit zu entwickeln und die Heiligkeit der Schöpfung zu ehren, um sie an Gottes Stelle zu bewahren. Die Synode hat die Kampagne dann 2019 auf die ganze Kirche ausgeweitet. Die Förderung der Oekologischen Integrität ist eine der vier Säulen der Amtzeit des Moderators.

Durch Sponsorengelder aus der Evangelischen Kirche der Pfalz und vom Arbeitskreis für Weltmission in Oesterreich wurde es möglich, große verschiedenfarbige Mülleimer an die Schulen abzugeben, damit diese Mülltrennung praktizieren. Kurz vor dem Ausbruch der Corona-Krise, im Februar 2020, hat eine kleine Gruppe der PCG die 13 Schulen und ihr Umweltbewusstsein bewertet…Wurden Bäume gepflanzt, liegen Wasserflaschen herum, gibt es genügend Handwaschgelegenheiten…? Am 15 Juni 2021 fand die Siegerehrung statt. Urkunden für die besten Schulen, der Lion’s Club organisierte ein Quiz, um das Wissen der Kinder zu testen, über die Auswirkungen des Klimawandels, über den Zusammenhang von Plastikmüll in den Ozeanen und Mikroplastik in den Fischen, die wir essen…Trophäen für die Sieger!

In sechs Upcycling Garten Workshops haben insgesamt 250 Schüler neue Methoden kennengelernt, wie sie Müll kreativ verwandeln können, aus Plastikflaschen werden Blumentöpfe, angeleitet vom Team “Plastic Punch”, eine bekannte NGO aus Accra, die Strandreinigungen organisiert und aufrüttelnde Videos über den Plastikmüll in den Fischernetzen produziert …Weiterhin geplant sind Ausflüge zu drei Recyclinganlagen im Großraum Accra, wo Jekora Ventures organische Abfälle in Düngemittel verwandelt, wo die Firma Sasisana Fäkalien zu Biogas umwandelt. Eine Firma namens Nelplast macht aus Plastikabfall Baumaterialien.

Alle 13 Schulen durften sich Baumsetzlinge aussuchen, um diese auf ihren Höfen zu pflanzen.  Kokospalmen und Royal Palms, Mango-, Guava- und Orangenbäume, Mahagonien und Akazien…Aus dieser Baumpflanzaktion in den 13 Schulen, mit einem Volumen von ca. 100 Stück, wurde unter den Augen des Moderator 10.000 mal mehr!

Aus mini wird MEGA: Für jeden einen Baum!

Die Presbyterian Church of Ghana mit ihren 1 Million Mitgliedern pflanzt 1 Million Bäume am Green Ghana Day

Seit einigen Jahrzehnten ist der Verlust großer Waldflächen in Ghana immer mehr ins Bewusstsein gerückt. Das illegale Schürfen nach Gold und Mineralien (das sog. Galamsey), das ungeregelte Schlagen von Brennholz und weitere Faktoren haben zu starken Rodungen geführt. Ghana hat nach Angaben der Food and Agricultural Organisation der Vereinten Nationen in den letzten 30 Jahren mehr als 30 % seiner Waldfläche eingebüßt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat sich die Kirche entschlossen, mit der Regierung zusammenzuarbeiten und gegenzusteuern. Die PCG hat alle Räder in Bewegung gesetzt, um in ihren Schulen, Universitäten, Konferenz- und Gebetszentren, Krankenhäusern, landwirtschaftlichen Einrichtungen und Kirchengemeinden insgesamt 1 Million Bäume zu pflanzen. Die Forestry Commission, die nationale Waldbehörde hat Fruchtbäume, Alleenbäume und Plantagenbäume in großer Zahl geliefert. Das hat gut geklappt, da die Presbyterianische Kirche in allen Teilen des Landes vertreten ist und sich vor Ort mit den regionalen Vertretern der Waldbehörde abstimmen konnte.

Ghana schloss sich damit dem Internationalen Tag des Waldes an, der eigentlich im März ist. Aber da ergiebiger Regen erst ab Juni zu erwarten ist, findet der sog. Green Ghana Day hierzulande am 11. Juni statt. Die Regierung hatte sich auf die Fahnen geschrieben, 5 Million Bäume zu pflanzen…Neben der Presbyterian Church of Ghana (PCG) waren auch andere große Kirchen am Start, die den Staat mit ihrer Infrastruktur unterstützen, die Church of Pentecost, die Römisch-katholische Kirche, die Apostolische Kirche Ghanas. Tatsächlich wurden der PCG am Ende nicht ganz eine Million Bäume sondern ca. um die 300.000 geliefert. Wenn denn alle 300.000 Bäumchen tatsächlich geschützt und begossen würden …und überleben würden… Der grünende Baum als schönes Sinnbild für den Garten Eden, für die Liebe des Schöpfers zu uns Menschen soll niemals Betonwüsten zum Opfer fallen. Jeder einzelne als Geschöpf soll gedeihen wie es Jeremia schreibt:  Gesegnet ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt und dessen Zuversicht der Herr ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.” Jeremia 17,5-8

Die Presbyterianische Kirche hat bereits seit den 1920er Jahren jedes Jahr einen Tag des Baumes gefeiert, den Arbor Day, im April. Diese Tradition stammt aus Nebraska (USA), wo 1874 der erste Arbor Day gefeiert wurde, um der Ausdünnung der Wälder entgegenzutreten.

Pfr. Rafael Dreyer, Oekumenischer Mitarbeiter der EMS in der PCG.

 

 

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