Solidarität über eigenen Tellerrand hinaus

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Partner aus Ghana, Korea und der Pfalz haben bei Treffen in Seoul gemeinsame Ziele erarbeitet

Seoul/Landau (möd/lk). Eine intensive Vernetzung und gegenseitige Solidarität haben die Vertreter der Presbyterianischen Kirchen von Korea und Ghana sowie der Evangelischen Kirche der Pfalz bei einem Treffen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul bekräftigt. Bei der Begegnung besuchten die Delegationen der seit 2011 bestehenden Trilateralen Partnerschaft die soziale Einrichtung Urban Industrial Mission (UIM) des Yeong Dong Po-Kirchenbezirks in Seoul. Zielsetzungen wie etwa der Ausbau der gemeinsamen Computerschule in Ghana wurden bei einem Partnerschaftsseminar erarbeitet.

Die Evangelische Kirche der Pfalz verbindet eine lange Tradition der Solidarität mit der Sozialeinrichtung UIM. Daher hatten die Delegierten aus Deutschland diesmal auch einen Scheck über 6.000 Euro im Gepäck. „Gemeinsam mit den Armen zu leben, ist unsere Antwort auf Gottes Auftrag an uns Menschen“, erklärte UIM-Generalsekreätär Pfarrer Bang Joo Chin. Die pfälzische Oberkirchenrätin und langjährige Pfarrerin für Weltmission und Ökumene beim Missionarisch-Ökumenischen Dienst (MÖD), Marianne Wagner, zeigte sich beeindruckt von der Arbeit: „Ihr Dienst für die Menschen an den Rändern der Gesellschaft ist ein lebendiges Zeugnis Jesu Christi.“

Die Spende aus der Pfalz werde Menschen, die sich in einer schwierigen Situation in ihrem Leben befinden, zugute kommen, versprach der UIM-Generalsekretär. So beispielsweise den Obdachlosen, die in der Notunterkunft täglich eine warme Mahlzeit bekommen und einen Platz zum Duschen und Schlafen finden. Seit Ende der 1950er Jahre setzt sich die Urban Industrial Mission für Frieden und Gerechtigkeit in der koreanischen Gesellschaft ein.

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Oberkirchenrätin Marianne Wagner (links) und Christiane Rößler aus Frankenthal helfen bei der Essensausgabe in der Sozialeinrichtung Urban Industrial Mission (UIM) des Yeong Dong Po-Kirchenbezirks in Seoul.

Pfarrer Florian Gärtner, der 2017 beim Missionarisch-Ökumenischen Dienst die Nachfolge von Marianne Wagner antritt, will den Blick über den Tellerrand stärken: „Mein Wunsch für die Zukunft unserer Trilateralen Partnerschaft ist, dass wir es schaffen, Menschen aus unseren Kirchen zu vernetzen, sodass sie sich über gemeinsame Interessen, Fragen und auch den Alltag in dem jeweiligen Land austauschen – das Internet und die Sozialen Netzwerke machen es möglich.“

Die neuen Medien und die Entwicklungen in der Computerwelt bringen viele neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen mit sich, stellten die drei Partner mit Blick auf ihre gemeinsame Computerschule in Ghana fest. Hier müssten neue Ausbildungsgänge entwickelt und damit die Zukunft des Projekts gesichert werden, sind sich Pfarrer In Myung-Jin aus Korea und sein ghanaischer Kollege, Pfarrer Samuel Ayete-Nyampong, einig. „Unser Bemühen, die Welt ein Stück besser und dadurch Gottes Liebe spürbar zu machen, vereint uns in unserer ökumenischen Partnerschaft“, so Pfarrer Samuel Ayete-Nyampong aus Ghana.

Die Evangelische Kirche der Pfalz unterhält seit 1984 partnerschaftliche Beziehungen zur Presbyterianischen Kirche von Korea, insbesondere zum Kirchenbezirk Yeong Dong Po. Zu dieser Partnerschaft kam 2001 noch eine dritte Kirche hinzu: die Presbyterianische Kirche von Ghana. Christinnen und Christen aus Korea, Deutschland und Ghana können in dieser Trilateralen Partnerschaft erleben, was weltumspannendes Christentum bedeutet.

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Pfarrer Florian Gärtner (links) und Pfarrer Bright Lee
beim Seminar Trilaterale Partnerschaft.

Fotos: MÖD/Corinna Waltz

Quelle: evkirchepfalz.de, 02.11.2016, Seoul, Landau

 

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