In den Forts wurden die herbeigeschafften Menschen in unterirdischen Verließen, wie hier in dem Fort in Cape Coast, auf menschenverachtende, elende Weise festgehalten, bis sie auf Schiffe verladen worden sind. Das sogenannte schwarze Gold wurde nach Nord-, Mittel- und Südamerika verschifft. Viele sind schon unterwegs den todbringenden Strapazen erlegen. Zum Hintergrund des Handels mit menschlicher Ware gehört: In den amerikanischen Abnehmerländern waren die dort lebenden Indios für die schweren Arbeiten auf den Plantagen der europäischen Siedler wenig geeignet. Die Sterblichkeit war hoch. So setzte man auf die für tropentauglicher gehaltenen Schwarzen als Arbeitskräfte. Die Zahl der von der Versklavung betroffenen Menschen wird auf bis zu 50 Millionen geschätzt. Der vier Jahrhunderte lang praktizierte Sklavenhandel gehört zu den größten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit.