Unter der Führung von Kwame Nkrumah, der wegen seiner Aktionen in der sich formierenden politischen Oppositionsbewegung einige Jahre von den Briten inhaftiert worden war, errang Ghana 1957 schließlich durch einen überwältigenden Sieg bei den Wahlen seine Unabhängigkeit. Nkrumah war von 1957 bis1966 Präsident. Sein als sozialistisch firmierendes Programm war nicht erfolgreich, bzw. führte in eine schwere Wirtschaftskrise mit hoher Verschuldung. Nkrumah, der sich den Nimbus eines Erlösers zulegte, galt in seiner Zeit als einer der wichtigsten Führer in der sog. Dritten Welt. Nach der Zeit von Nkrumah hat sich in den folgenden 15 Jahren nacheinander eine Reihe von Zivil- und Militärregierungen abgelöst. Von 1981 bis 2000 herrschte Jerry Rawlings. 1992 demokratisch gewählt blieb er dann in zwei Perioden bis 2000 als Präsident im Amt. Ghana gilt derzeit als eine funktionierende Demokratie in Afrika.