Wenn die Erwachsenen außer Sichtweite der Kleinsten in der Familie ihrer Arbeit nachgehen, tragen die größeren Geschwister die kleineren auf ihrem Rücken. Zeremonie der Namensgebung: Nach der Geburt eines Kindes wird die Namensgebung bzw. das „Outdooring“ gefeiert. Damit ist gemeint, dass das Baby, das bisher nicht außerhalb des Hauses zu sehen war, der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird. Traditionell hat man bei den Akan das Ritual erst nach dem 7. Tag nach der Geburt vollzogen. Die Zeremonie der Namensgebung ist bedeutsam für die Einfügung des Individuums in die menschliche Gemeinschaft und die Zugehörigkeit zu einer Familie als Teil eines Volkes. Ein respektiertes Familienmitglied vollzieht das Ritual, das in den verschiedenen Kulturen unterschiedlich gehandhabt wird. Der Name des Kindes wird jetzt den Angehörigen und der Allgemeinheit bekannt gemacht. Damit verbindet sich eine Handlung, bei der grundlegende Werte wie z.B. Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Respekt, harte Arbeit ausgesprochen und anschaulich gemacht werden. Wasser oder auch Schnaps wird aus einem Glas mit dem rechten Zeigefinger eingetaucht und an die Lippen des Kindes geführt. Jetzt wird der Name verkündet und dabei gesagt: „Wenn du sagst, es ist Wasser, dann ist es Wasser“ (steht für Wahrhaftigkeit). Dasselbe geschieht mit Schnaps, um damit auf das Schlechte hinzuweisen. Es kann auch Honig sein (steht für Freude im Leben). Das Ritual wird drei Mal vollzogen.