Ein Fischerboot zum Lobe Gottes. Derjenige, dem dieses Boot gehört, es könnte auch eine Frau sein, ist ein Christ. Er preist den Gott in der Höhe, der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darinnen ist (vgl. 2. Mos 20, 11). Als Bootseigner ist er ein kleiner Unternehmer. Die vielen Sitzbänke weisen darauf hin, dass er einige Angestellte hat, die mit ihm aufs Meer hinausfahren und mit an die Ruder und Netze gehen. Für diese Leute trägt er auch Verantwortung. Wohl und Wehe, Lust und Frust der Arbeit teilen sie miteinander. Wer Gott so im Alltag zu loben vermag, trotz der beschwerlichen Arbeitsbedingungen, muss ein dankbarer Mensch sein. Er lässt sich nicht von den Widrigkeiten, die mit dem anstrengenden Fischfang verbunden sind, enttäuschen und in die Tiefe ziehen. Nicht selten ist die Ausbeute so gering, dass die paar Fische kaum für eine Mahlzeit der Bootsleute und ihrer Familien reichen. Wenn die Wellen hoch gehen und die Brandung heftig ist, dann kann es sehr gefährlich werden. Auch wenn das Boot schwer beschädigt wird, stehen Existenzen auf dem Spiel. Der Hinweis auf Psalm 91 zeigt, dass der Fischer sich der ungesicherten, stets bedrohlichen Situation sehr bewusst ist. Doch alle Risiken und negativen Erfahrungen haben den Fischer nicht davon abgehalten, das Lob Gottes als die tragende Melodie seines Lebens öffentlich zu machen.