Statue KIM Il-Sung (1948-1994). Nach der endgültigen Teilung des Landes 1948 bildete sich im Norden eine diktatorisch regierte Volksrepublik, in der die Bevölkerung (mit 25 Millionen etwa halb so groß wie im Süden) total überwacht wird und schlimme Menschenrechtsverletzungen alltäglich sind. Für den größten Teil der Nordkoreaner sind Mangel und Armut bis heute vorherrschend. Hungersnöte haben in der Vergangenheit eine große Zahl von Menschen hinweggerafft. Kim Il-Sung, der erste Präsident, der nach seinem Tod zum „Ewigen Präsidenten“ gekürt wurde, wird mit enormem Personenkult verehrt. Auch sein Sohn war und jetzt sein Enkel Kim Jong-Un ist mit uneingeschränkter Machtfülle ausgestattet. Mit dem Aufbau eines Atomwaffenarsenals bildet Nordkorea ein Gefahrenpotential für die ganze Region und darüber hinaus. Die von verschiedenen Gruppen in der Gesellschaft, auch bewusst geschürte Angst vor dem nordkoreanischen Nachbarn, spaltet die Gesellschaft und ist über Jahrzehnte hinweg mehr oder weniger von den Regierungen kalkuliert benutzt worden, um repressive Maßnahmen durchzusetzen. Die Frage des Verhältnisses zu Nordkorea ist auch in und zwischen den Kirchen ein dauernder, spaltender Streitpunkt. Diejenigen, die für Wege der friedlichen Annäherung und Verständigung eintreten sind in der Minderheit.