Der Aufstand in Kwangju. Im Mai 1980 erhob sich die Großstadt Kwangju gegen die Militärdiktatur von Präsident Chun Doo-Hwan. Als dann das Kriegsrecht über das Land verhängt wurde, gingen in der Großstadt Kwangju vor allem die Studenten auf die Straße. Die Regierung schickte bewaffnete Militäreinheiten (mit stillschweigender Billigung der amerikanischen Militärführung, die in Südkorea die oberste Kommandogewalt hat). 10 Tage war die Stadt in der Hand des Volkes, insbesondere von Studenten, bevor das Militär in einem schrecklichen Gemetzel viele Hunderte Menschen (die Schätzungen reichen bis zu 2000) umgebracht und noch viel mehr schwer verletzt hatte. Die blutige Niederschlagung des Aufstands gehört zu den dunkelsten Kapiteln der koreanischen Geschichte. Die Bilder vom Aufstand in Kwangju vermitteln einen Eindruck einerseits von dem Freiheitswillen, andererseits von der ausgeübten mörderischen Gewalt.