Schauen wir uns die Gestalt des Maltugi an. Der Name bedeutet „der fest auf der Erde Stehende, der Verwurzelte“. Maltugi, der Diener des Yangban, dreht im Maskenspiel dem Yangban das Wort im Munde herum. Er verspottet die Adligen, macht sich über sie und ihre gelehrten Reden lustig. Sie, die Gelehrten, sind wie Narren. Sie haben keine Beziehung zu der Welt des einfachen Volkes. Sie verstehen nicht die Sprache von Maltugi und der kleinen Leute. Sie kennen nicht die Wirklichkeit des alltäglichen Lebens. Maltugi ist die Verkörperung der Menschen aus dem Volk, ihrer Armut und Nöte, ihrer Unterdrückung und ihrer Hoffnungen. Er stellt die Yangban karikierend mit Witz und Ironie dar. Sie sind einfach zu dumm und in der Wahrnehmung der Welt und des Lebens beschränkt. Das Publikum schüttelt sich vor Lachen über die Einfalt und Unkenntnis der Yangban und der adeligen Mönche und jubelt Maltugi zu. Wenigstens im Maskenspiel kann die Wahrheit, das, was man sonst nirgends öffentlich aussprechen darf, gesagt werden. Am Ende des Maskenspiels wird die Großherzigkeit des einfachen Volkes sichtbar. Die Yangban werden nicht verurteilt und ausgestoßen. Maltugi und die Yangban tanzen gemeinsam mit den Zuschauern. Damit wird die Hoffnung auf eine neue Welt ausgedrückt, eine Welt, in der alle ohne Unterschiede und Ungerechtigkeit leben können.