Landflucht und die Bildung von Elendsvierteln. In den sechziger-und siebziger Jahren trieb die Armut viele Menschen vom Land, das sie nicht mehr ausreichend ernähren konnte, in die großen Städte in der Hoffnung auf Brot und Arbeit. Die Städte waren auf den Zustrom von so vielen Menschen in keiner Weise vorbereitet. Es fehlte eine für die Bedürfnisse passende Infrastruktur an Wohnraum, Straßen, Wasserversorgung etc. und an Arbeitsplätzen. So blieb es nicht aus, dass sich an den Rändern der Städte zum Teil riesige Slums bildeten. Geschätzte 1,5 Millionen Menschen lebten in extremen Verhältnissen, allein in Seoul. Erst nach und nach wurden diese Slums entfernt. (Einige Aufnahmen der Slums mussten aus dem fahrenden Auto heraus gemacht werden, weil der mich begleitende koreanische Pfarrer ständig von der Geheimpolizei beschattet wurde.)