Der Staat verordnete die sogenannte „Neue Dorfbewegung“ später ergänzt durch die ideologisch ausgerichtete Bewegung „Neue Gesinnung“. Beide Bewegungen hatten zum Ziel, durch Fleiß, Selbsthilfe und Zusammenarbeit eine Steigerung der Erträge und neues Leben auf dem Lande zu erreichen. Dazu gehörte auch, dass die Menschen, Männer wie Frauen, gemeinschaftliche Leistungen z.B. beim Straßen- und Brückenbau zu erbringen hatten. Die Kosten der dadurch entstandenen infrastrukturellen Verbesserungen wurden den Kommunen in Rechnung gestellt und erzeugten meist einen schwer tragbaren Schuldenstand.