Gott unten begegnen – Eine kleine Gemeinde in Seoul, der 11-Millionen-Metropole Südkoreas, hat dieses schlichte Kreuz zu ihrem Wahrzeichen gemacht. Es bringt zum Ausdruck wie diese Gemeinde ihre Gemeinschaft und ihren Auftrag versteht. Den Schlüssel zum Verständnis des Bildes mit dem Kreuz bildet die in koreanischer Schrift hinzugefügte Aussage: „Nur wenn man demütig ist, kann man Gott begegnen“. Auf das Kreuz bezogen heißt das: Kirche, Gemeinde Jesu Christi muss sich da hin begeben, wo Gott zu finden ist, nämlich ganz unten. Dort, wo Menschen leiden, wo der Kummer und die Sorgen wohnen, wo Armut herrscht und Beziehungen zerbrechen, da ist Gott. Da ist auch der Dienst der Christen und Gemeinden gefragt. Die Gemeinde in Seoul hat ihren Ort mitten in einem sozialen Brennpunkt der Riesenstadt. Ihr Name ist Saeto-Kirche. Saeto bedeutet übersetzt: Neue Erde. Vergeblich wird man ein Kirchengebäude suchen. Das Gemeindeleben vollzieht sich in einem Wohnhaus, das sich in die übrigen Häuser einreiht und äußerlich durch nichts auffällt. Für diejenigen, die dort ein- und ausgehen, ist das Haus eine vertraute Adresse. Ein Stückchen neue Erde tut sich da auf. Die Menschen, die in der Saeto-Gemeinde Heimat und Hoffnung gefunden haben, gehören zur untersten sozialen Schicht.