Geteiltes Land – ein Volk in Korea und Deutschland. Bei einer Begegnung einer deutschen Besuchergruppe 1989 mit Jugendlichen der Partnerkirche wurde die Situation der beiden geteilten Länder bewusst gemacht und auf gottesdienstliche Weise die Sehnsucht und Hoffnung auf Vereinigung der jeweiligen Menschen und ihrer Länder zum Ausdruck gebracht. Die Trauer über die Trennung war auf der koreanischen Seite viel spürbarer als auf der deutschen Seite. Die Vorstellung darüber, zu welchen Bedingungen eine Wiedervereinigung Koreas erfolgen könnte, war und ist bis heute umstritten. Ein Teil der christlichen Kirchen in Südkorea setzte sich mit Nachdruck für eine Überwindung der herrschenden Feindbilder und für Versöhnung sowie eine friedliche Verständigung der beiden Staaten ein. In den letzten Jahren gab es verschiedentlich Begegnungen und Konsultationen mit Vertretern der zahlenmäßig sehr kleinen nordkoreanischen Kirche. Deren Möglichkeiten sind unter den rigiden politischen Gegebenheiten äußerst begrenzt.