Vor allem die Sprache und die ganz andersartigen Essgewohnheiten machten ihnen zu schaffen. Heimische Lebensmittel waren kaum zu bekommen. Viele fühlten sich isoliert, weil sie wegen der Sprache wenig unternehmen konnten. Dadurch wurde das Heimweh noch verstärkt. Mancherorts mussten Krankenschwestern, die auf dem Niveau, wie es in den USA galt, ausgebildet worden waren, niedrigste Arbeiten verrichten. So entstand große Unzufriedenheit. Zwanzig Prozent der Koreanerinnen heirateten deutsche Männer. Diejenigen, die nach Korea zurückkehrten, hatten mit einer Reihe von Schwierigkeiten zu kämpfen. Sie wollten ihren künftigen Ehemann selbst auswählen und keine vermittelte Heirat, wie es traditionell üblich war, gelten lassen. Außerdem gab es in Korea viele Vorurteile gegenüber den Rückkehrerinnen. Man dachte, dass sie in Deutschland schlechte Einflüsse übernommen hätten und sich ihre beruflichen Qualitäten dort eher verringert hätten.