Guggemol:
Der Mantel

 

Georg Willmann versprach Gott: „Wenn ich COVID überlebe, dann baue ich eine Kapelle“. Viele Menschen geben in Momenten der Not Gott ein Versprechen. Nicht so viele halten es. Nur wenige schaffen es, wie Georg eine internationale Gemeinschaft zusammenzubringen, um dieses Versprechen zu erfüllen. Auf Umwegen wurde die Umsetzung dieser Kapelle zur Projektaufgabe der internationalen Summerschool „a flying classroom“ der Hochschule Konstanz.

Nach einem Semester intensiver Auseinandersetzung mit Orten der spirituellen Begegnung in verschiedenen Ländern und in verschiedenen Kulturen wurde aus der Idee der „klassischen Kapelle“ ein Bauwerk, das sich nachhaltig in die Landschaft und die Traditionen von Göschweiler im Schwarzwald einfügt. In zwei Wochen und in einem gemeinsamen Kraftakt bauten die Studierenden aus Deutschland, Frankreich, Brasilien und Uruguay einen Holzbeigen aus zwei Wänden.

Georgs Versprechen an Gott hat so nicht nur einen Ort des Gedenkens geschaffen, sondern hat Menschen aus der ganzen Welt durch ein gemeinsames Ziel zusammengebracht. Gott findet immer Wege, Menschen zusammenzubringen.

 

Eure Mara Zöller

Partnerschaftsbegegnung Anhalt-Pfalz „Ich bin getauft!“ 24.-26.03.2023

 

Nach einer längeren Pause laden wir im „Jahr der Taufe 2023“ wieder zu einer gemeinsamen Fortbildungs- und Begegnungstagung der Ehrenamtlichen im Verkündigungsdienst der anhaltischen und der pfälzischen Landeskirchen ein.

Ich bin getauft! Partnerschaftsbegegnung Anhalt-Pfalz

Prädikantenfortbildung „Viele Gründe, ein Segen. Deine Taufe“ am 14.01.2023

 

Am Johannis-Wochenende 2023, 24. und 25. Juni, wird in Deutschland reichlich Taufwasser fließen. Vom Bodensee bis zur Nordsee, von der Oder bis zu Rhein und Ruhr. In allen Landeskirchen werden ein Wochenende lang Menschen getauft, gesegnet oder an ihre Taufe erinnert. Das Sakrament der Taufe soll feierlich und sinnlich erlebt werden. Auch in unserer pfälzischen Landeskirche.

Wie schön ist es, wenn auch Prädikantinnen und Prädikanten Teil der großen Taufbewegung am Johannis-Wochenende 2023 sind!

Auch wenn große Tauffeste in den Dekanaten und Regionen geplant werden, gibt es noch unzählige Möglichkeiten, an besonderen Orten (z. B. am Dorfbrunnen), mit kreativen Ideen in Gottesdiensten oder mit besonderen Zielgruppen Taufe zu feiern.

An diesem Werkstatt-Vormittag wollen wir gemeinsam mit Ihnen Ideen entwickeln, wo und wie Sie in Ihren Gemeinden und Regionen Taufe und Tauferinnerung feiern könnten. Im Austausch profitieren wir voneinander und bekommen für die Umsetzung Unterstützung. Sie bekommen auch Informationen über die Angebote und Materialien der EKD.

Viele Gründe, ein Segen. Deine Taufe

Impulstag „Regio-lokale Kirchenentwicklung“

 

Wir befinden uns in unserer Landeskirche in einem weitreichenden
Transformationsprozess. Bis Frühjahr 2023 werden regionale Arbeitsgruppen in unserer
Landeskirche gebildet sein und ihre Arbeit aufnehmen, um einen Plan für die künftige
Nutzung der Gebäude in der Region und somit auch über die künftige Zusammenarbeit in
der Region zu diskutieren und zu erarbeiten.

Was kann helfen, in den Kooperationsräumen und Regionen zu einem guten und
vertrauensvollen Miteinander zu kommen? Wie kann die „Kooperations-Kompetenz“ der
Beteiligten gestärkt werden? Welche Tools sind hilfreich für die Entwicklung der Regionen?

Der Entwicklung von Kooperationsräumen und Regionen dient die vom „Zentrum für Mission
in der Region“ und dem IEEG entwickelte „Regio-lokale Kirchenentwicklung“. Diese soll auf
einem Impulstag vorgestellt und diskutiert werden.

Herzliche Einladung zum
Impulstag „Regio-lokale Kirchenentwicklung“
Montag, 6.Februar 2023
10:00 – 17:00 Uhr
Hanns-Löw-Haus Kreuzstraße 13 76133 Karlsruhe

Vormittags: Impulsvortrag von Pfr.Hans-Hermann Pompe (ehem. Leiter des EKD
Kompetenzzentrums Mission in der Region). Reaktionen. Gespräche.

Nachmittags: Arbeitsgruppen in Form des „World Cafés“ zu Themen der KooperationsEntwicklung. Hilfreiche Tools.
Kosten entstehen keine. In der Mittagspause können sich die Teilnehmenden in der
angrenzenden Fußgängerzone selbst mit einem Imbiss versorgen.

Eingeladen sind alle, die an der Entwicklung und Gestaltung von Kooperationsräumen
beteiligt sind. Der Impulstag ist eine gemeinsame Veranstaltung der GBOE und der
Missionarischen Dienste der Landeskirchen in Baden, der Pfalz und Hessen-Nassau in
Kooperation mit der EKD-Fachstelle Midi.

Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier: Gemeinde missionarisch entwickeln (ekiba.de)
Bitte melden Sie sich an: amd@ekiba.de

 

Bildquelle: © Solveig Grahl / fundus-medien.de

Guggemol: Tierischer Büro-Alltag

 

Mein Büro ist ein Zoo! Ich habe meistens meine Hündin dabei – die passt als Hütehund auf die vielen anderen Tiere auf: Die Maus, die ich streichle und hin und her schiebe, wenn ich am Computer sitze. Die andere Maus, die meine Schreibfehler korrigiert – mit Tipp-Ex. Lange wusste ich nicht, wie das Ding heißt, mit dem ich die Heftklammern aufbiegen und entfernen kann. Ich finde, es hat Zähne wie eine Giftschlange. Manche nennen es „Hexe“ oder „Schwiegermutter“ oder „Klammeraffe“. Meine Kinder sagen „Krokodil“ dazu. Also: Ich habe ein Krokodil in der Schublade. Es liegt direkt neben dem UHU.

 

Manchmal arbeite ich wie ein Ochse, vor allem wenn es um mein Steckenpferd geht. Selten gibt es ein Hühnchen zu rupfen – auch mal durch die Telefonmuschel. Fisch und Taube sind als Maskottchen des MÖD sowieso in jedem Büro zu finden – aber wir haben als Kirche immer weniger Kröten, weil wir auch immer weniger Schäfchen haben.

 

Und auch wenn ich ihn oft nicht sehe – manchmal ist der Wurm drin. Und manches ist sogar für die Katz. Wenn ich Bock habe, fange ich auch mal an zu spinnen, und wenn dabei die Pferde mit mir durchgehen, sagen manche, ich habe einen Vogel.

 

Ich sage dann: Ja, ich weiß, denn mein Büro ist ein Zoo.

 

Euer Stefan Mendling

 

PS: Wer bis zum Ende gelesen hat und mir als Erste bzw. als Erster sagen kann, wie viele Tiere in diesem Text stecken, der bekommt von mir  einen Tierkalender für 2023.  Schreibt eine Mail an info@moed-pfalz.de.

Herzliche Einladung zur Podiumsveranstaltung am 05. Dezember 2022

Ein Ende der Gewalt in der Ukraine: Chancen und Grenzen militärischer und ziviler Konfliktbearbeitung. Diskussion mit Impulsen am Montag, 5. Dezember 2022, 19 Uhr in der Evangelischen Kirche, Herxheim b.L.

Ein General und eine Referentin der Evangelischen Friedensarbeit sprechen über Krieg und Frieden in der Evangelischen Kirche Herxheim. Wieviel Krieg darf sein, um Freiheit zu wahren und Frieden zu erreichen?“ diese Frage mussten sich viele Friedensbewegte in Deutschland im letzten Jahr stellen. „Krieg darf nach Gottes Willen nicht sein“, „Das Recht auf Selbstverteidigung ist keinem Land abzusprechen“, „Durch den Krieg wird nur Leiden geschaffen“, „Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, „militärischer Einsatz ist die notwendige Bedingung für Frieden“… solche und andere Sätze hört man immer wieder – nicht nur in Bezug auf den Krieg in der Ukraine, aber dort auch. Klar ist: das Thema lässt niemanden kalt. Die mann!schafft – eine aktive Gruppe bei der evangelischen Kirche in Herxheim bei Landau – möchte mit dieser Podiumsdiskussion den Blick weiten und den Blick auf die zivilen und militärischen Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung werfen – an dem nun sehr dringenden Fall.

Es diskutieren der General a.D. Joerg Schweinsteiger, ehemaliger Referent und Büroleiter von Verteidigungsministern mit der Referentin für den Friedensbeauftragten des Rates der EKD, Dr. Christine Falk. Die Diskussion wird moderiert von John Seegert (RPR1).

Der Eintritt zur Veranstaltung in der Ev. Kirche in der Ketteler Str. 40 in Herxheim b.L. ist frei. Nach der Veranstaltung lädt die mann!schafft zum come together bei einem Glas Wein ein.

Es wird ein Livestream unter https://evkirche-herxheim.de/ angeboten.

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Missionarisch-Ökumenischen Dienst und der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Ev. Kirche der Pfalz statt.

 

mann!schafft – eine überkonfessionelle Gruppe bei der ev. Kirche in Herxheim für alle Männer, die Interesse haben sich auszutauschen, die gemeinsam Arbeitsprojekte angehen und Gemeinschaft und Gemeinde erleben wollen. Weitere Informationen: https://mannschafft-herxheim.jimdofree.com/

Ansprechpartner: Florian Gärtner Email: gaertner@moed-pfalz.de

Herzliche Einladung zum Online-Infotag „Wie Glaube Geschmack gewinnt“

Online-Infotag zu Glaubenskursen „Wie Glaube Geschmack gewinnt“

Digital, mit wenig Zeitaufwand, konzentriert informativ, mit Kostproben und Erfahrungen aus der Pfalz.

Am Samstag, 26.11.22, 9.30 bis 12:30 Uhr

In den letzten beiden Jahren ist in Sachen Glaubenskurse viel passiert, Trends haben sich verstärkt:

– Es gibt immer mehr digitale Angebote.

– Die neuen, postmodernen, erlebnisorientierten Kurse liegen im Trend, jetzt im Herbst äuft in der Pfalz 4x der LUV-Kurs von Rainer Koch.

– Es gibt eine neue ökumenische Zusammenarbeit, in der Glaubenskursarbeit sind das Bistum Speyer und die Landeskirche gemeinsam unterwegs, konkret das Referat Erwachsenenkatechese und der MÖD. Und auch in den Gemeinden laufen jetzt mehr Kurse in ökumenischer Kooperation.

Einen Drive bekommt die Arbeit aktuell, da Gemeinden nach der Corona-Zeit ganz neu elementar ansetzen und arbeiten wollen.

Beim Infotag werden neue Kurse und alte in neuem Gewand von Praktiker*innen aus pfälzischen Gemeinden vorgestellt, wir wollen einen Überblick über die derzeitige Landschaft und Motivationen geben und Appetit machen.

Anmeldung bis 18.1122 ganz einfach per kurzem Mail an schmitt@moed-pfalz.de

Wir verschicken dann zeitnah den Zoom-Link.

Weitere Informationen finden Sie hier: Wie Glaube Geschmack gewinnt 2022

Guggemol: Neuer Blog startet am 1. Advent

 

Guggemol! Ab ersten Advent macht der MÖD Türchen auf – und zwar die Bürotüren! So dass ihr die Menschen hinter den Türen kennenlernen könnt und erfahrt was uns bewegt: im Alltag, auf der Arbeit aber auch privat. Wir freuen uns auf Reaktionen – und sind gespannt!

Jede Woche gibt es einen neuen Beitrag. Mol gugge?

Ludwig Burgdörfer auf Sendung bei SWR1 und SWR4

Anbei finden Sie eine direkte Verlinkung zum Nachlesen und Nachhören:

06.11-12.11.2022

Menschen machen Kirche_ Artikel aus der Rheinpfalz zum 31.10.2022

 

Zum Reformationstag: Keine Angst vor dem Neuen und Anderen

Reformation? Die Stellung der Kirche in Deutschland ist eine völlig andere als vor 505 Jahren. Die spannende Frage zum Reformationstag 2022 lautet daher: Welche Thesen bräuchte es, um unsere Kirche heute zu reformieren – braucht es dazu überhaupt noch Thesen? Ich arbeite seit knapp einem Jahr als Bildungsreferentin im „Missionarisch Ökumenischen Dienst“ in Landau. Ich bin getauft und konfirmiert, aber kein eng verbundenes Kirchenmitglied. Ganz intuitiv und basierend auf meiner Erfahrung mit Kirche würde ich daher antworten: Nein, es braucht keine neuen Thesen, denn die evangelische Kirche in Deutschland befindet sich bereits in einem permanenten Prozess der Reformation. Denke ich an Kirche, denke ich an Menschen. Menschen, die mit ihrem Glauben und ihrer Leidenschaft die Institution prägen. Menschen, die Rituale, Regeln und Symbole zum Leben erwecken. Diese Menschen sind bunter als jedes Kirchenfester, und je nachdem, wie das Licht einfällt, verändert sich die Stimmung in der Kirche. Fühle ich Kirche, dann spüre ich Begegnungen mit Menschen aus aller Welt. Ich koordiniere ein Studienbegleitprogramm für internationale Studierende (STUBE). In Seminaren und bei Exkursionen treffen sich Menschen aller Religionen und Lebenswelten. Gemeinsam widmen wir uns globalen und lokalen Herausforderungen wie sozialer Ungleichheit oder Klimawandel. Wir bringen alle unsere Expertise und Erfahrung mit, fordern unser Gegenüber heraus und laden dazu ein, die eigenen Überzeugungen kritisch zu hinterfragen. Kirche ist ein Begegnungsraum. Begegnungen zwischen Kulturen und Religionen bewegen Kirche. Ja, zwingen sie sogar dazu, sich ständig zu reflektieren und zu reformieren. Ich bin überzeugt, dass jede Begegnung mit einem Gegenüber eine Veränderung im Anderen und im Selbst bewirkt. Jede Begegnung bringt etwas Neues hervor. Menschen, die für mich eine lebendige Kirche ausmachen, haben keine Angst vor dem Neuen und Anderen. Sie öffnen sich und hören auch die kritischen Stimmen. Kirche bringt Menschen zusammen. Sie ermutigt, eigene Vorstellungen zu hinterfragen und Vorurteile über Bord zu werfen, um Gemeinsamkeiten zu finden. Kirche wird daher zur Plattform für Begegnungen spiritueller Art, aber auch für Begegnungen zwischen Dir und mir. Diese Begegnungen bewirken Veränderungen, und Veränderungen bedeuten Reformation. Reformation ist somit ein nie endender Prozess, eine Art des Denkens und Handelns. Reformation als grundsätzliche Haltung.

Zur Person Mara Elena Zöller (29) ist Bildungsreferentin im „Missionarisch Ökumenischen Dienst“ in Landau.

 

Quelle:www.rheinpfalz.de