Idee #16b Zwischenbericht zum digitalen Gottesdienst – Tipps zum Streamen

Zum Streamen von Gottesdiensten

Heutzutage ist es mit einem Smartphone, einem Mikrofon, einem Stativ und Beleuchtung möglich, einen Gottesdienst gut zu filmen. Diese vier Tools stellen aber für alle Aufnahmen zugleich das Minimum der Hardware dar.

Viele Gemeinden arbeiten mit Hilfen, die die Plattform YouTube anbietet. Man braucht nur einen internetfähigen Computer, einen eigenen YouTube-Kanal und für Live-Gottesdienste eine gute Internetverbindung in der Kirche.

Gemeinden, die erste Erfahrungen sammeln wollen, sollten nicht mit einem Live-Angebot beginnen, sondern erste Erfahrungen mit einem Online-Gottesdienst sammeln, der vorab aufgenommen wird und nach Bearbeitung ins Internet gestellt wird.

Hardware und Software im Einzelnen:

  • Smartphone/Kamera: Die Qualität hängt vom jeweiligen Smartphone und dessen Kamera ab.
  • Mikrofon: Die Qualität der Smartphonemikrofone ist meist nicht gut. Die Erfahrung zeigt, dass ein Lavaliermikrofon, das mit dem Smartphone über Bluetooth oder Funk verbunden ist oder ein an das Smartphone angeschlossenes Richtmikrofon, eine weit bessere Tonqualität erbringen.
  • Stativ: Ein Stativ sollte verwendet werden, damit die Aufnahme nicht verwackelt.
  • Beleuchtung: Die Beleuchtung der Aufnahme ist wichtig für das Bild, das am Ende zu sehen ist. Hierbei kann Sonnenlicht genutzt werden. Für eine bewusste Lichtgestaltung (bspw. das Ausleuchten des Chorraumes, der Beleuchtung von handelnden Personen im Gottesdienst und von liturgischen Orten) können Beleuchtungssets bestehend aus mehreren Strahlern eingesetzt werden.
  • Software: Lediglich ein Schnittprogramm wird benötigt, mit dem die Aufnahme bearbeitet werden kann.

Hardware und Software für Live-Gottesdienste:

Sie sind im Wesentlichen die Gleichen wie für die Produktion eines Videos, das anschließend auf YouTube eingestellt wird. Nur wird hierbei das Ganze gleich live ins Internet übertragen. Hinzu kommen drei entscheidende Dinge:

  • Notebook: Ein mobiler Computer sollte so aktuell sein, dass es mit der Übertragung gut zu Recht kommt. Er überträgt die Aufnahme direkt vom Gottesdienstraum auf YouTube.
  • Encoder-Software: Mit einem Encoder werden Inhalte in ein digitales Format umgewandelt, damit sie auf YouTube gestreamt werden können.
  • Internet: Im Gottesdienstraum muss es einen Internetanschluss mit ausreichender Bandbreite geben. Was da erforderlich ist, hängt natürlich davon ab, in welcher Auflösung man streamen will. Für HDMI-Auflösung sollten 6 MB Upload-Rate ausreichen. Wer eine 4K-Auflösung möchte, braucht eine wesentlich höhere Bandbreite.

YouTube selbst kann auch für live-streaming verwendet werden. Hier gibt es Infos in der YouTube-Hilfe:

https://support.google.com/youtube/topic/9257891?gclid=Cj0KCQjwpLfzBRCRARIsAHuj6qWw36GPPGFL7CPkKAuOJR4X36vbYNCr5rZucZlLrEY2mPDVVyUXsxEaAhAqEALw_wcB&gclsrc=aw.ds

Hier noch einige Tutorials, mit Erklärungen zur Einrichtung auf YouTube:

https://www.youtube.com/watch?v=3WF1kNAXVaw

https://www.youtube.com/watch?v=STEDAbgeXis

https://www.youtube.com/watch?v=UnimKRc5jPg

 

Johannes Rossell