Idee #4 Gottesdienst weiterhin analog feiern, gemeinsam und interaktiv. Wie geht’s?

Viele Gemeinden wollen auch in diesen Zeiten daran festhalten: Wir feiern Gottesdienst. In unserer Ortskirche. Ganz analog. Nur mit ein oder zwei Menschen. Wir feiern stellvertretend für die vielen, die jetzt nicht da sein können, wie es in Krisenzeiten der Kirchengeschichte ja oft der Fall war. Bis wir uns wieder sehen können.

Und wir informieren unsere Gemeindeglieder per Mailverteiler und per Homepage und laden ein:

„Beten Sie zu Hause mit.

Oder mailen Sie uns Ihre Gebetsanliegen.

Werden Sie Teil des stillen Gottesdienstes in unserer Kirche.“

 

Hier eine mögliche Liturgie:

(nach einer Liturgie aus der Alten Kirche in Wattenscheid, s. Bild)

  • Wir beginnen nach dem Glockengeläut
  • mit dem Votum „Im Namen des Vaters …“
  • Dann entzünden wir die Kerzen
  • Und lassen den Psalm der Woche und das Evangelium des Sonntags erklingen.
  • Wir sprechen das Glaubensbekenntnis.
  • Dann entzünden wir die Osterkerze
  • und daran Gebetskerzen für die Verstorbenen dieser Woche, für die Geburtstagskinder, für die Gebetsanliegen, die gemailt oder in den Briefkasten eingelegt wurden.
  • Wir halten eine Zeit der Stille und
  • schließen unter Geläut mit Vaterunser und Segen.

 

 

„Das Angebot, Gebetsanliegen zu nennen, wird stark wahrgenommen.

Auch dass wir überhaupt den Gottesdienst nicht verstummen lassen,
bedeutet vielen Menschen eine Menge, mir auch.

Es hat auch etwas vom Trotz des Glaubens …
Allen, die ein Anliegen eingereicht haben, schicke ich nachher ein Foto von Osterkerze und Gebetskerzen.“ (Pfarrer Frank Dressler)

 

Wir vom MÖD-Team wünschen segensreiche Erfahrungen mit dieser kurzen Liturgie und freuen uns über Rückmeldungen!

 

Gunter Schmitt