Menschenrechte ganz oben auf der Agenda

Papua Reise 2018

Landau/Papua. Für Florian Gärtner, Pfarrer für Weltmission und Ökumene in der Evangelischen Kirche der Pfalz, ist es die zweite Reise ans andere Ende der Welt – nach Papua auf Neuguinea. Dort hält sich vom 26. Januar bis 9. Februar eine Delegation der pfälzischen Landeskirche und ihres Missionarisch-Ökumenischen Dienstes (MÖD) bei den Partnern der Evangelischen Kirche im Lande Papua, die Gereja Kristen Injili di Tanah Papua (GKI-TP), auf. Der Fokus der Reise liege auf dem Thema Menschenrechte, erklärt Gärtner. Die Partner der GKI-TP seien aufgrund ihrer Volks- und Religionszughörigkeit immer wieder Diskriminierungen durch das mehrheitlich muslimische Umfeld ausgesetzt.

„Wir erwarten uns auch einen intensiven Austausch zum Thema Bewahrung der Schöpfung“, erklärt Gärtner im Vorfeld der Reise, an der auch der für weltweite Ökumene zuständige Dezernent der Landeskirche, Oberkirchenrat Manfred Sutter, teilnimmt. Für das Land, das mit zunehmender Plastik-Vermüllung zu kämpfen habe, sei deutsches Knowhow vorbildlich in Sachen Umweltschutz. Die Partner im Lande Papua erhofften sich von der pfälzischen Landeskirche Unterstützung und Impulse für die Entwicklung gemeinsamer Projekte. Dazu zählten neben den Themen Menschenrechte, Umweltschutz und Diakonie auch Bildung und medizinische Versorgung, die besonders in abgelegenen Regionen immer noch mangelhaft seien. Die Evangelische Kirche der Pfalz habe in den letzten Jahren bereits verschiedene Projekte unterstützt und u.a. ein Mädchen- und Jungenwohnheim gebaut. „Im gemeinsamen Gebet, in Andachten und Gottesdiensten möchten wir unsere Verbundenheit in der weltweiten Christenheit stärken und uns gegenseitig ermutigen, unser Christsein zu leben.“

Der Partnerschaftsvertrag zwischen der Gereja Kristen Injili di Tanah Papua und der Evangelischen Kirche der Pfalz war offiziell 2014 unterzeichnet worden. Bei einem Besuch 2017 hatte Weltmissionspfarrer Florian Gärtner als Gastgeschenk ein Bild der Speyerer Gedächtniskirche der Protestation im Gepäck. „Das Bild soll unsere Schwestern und Brüder in Papua immer wieder an die Freiheit erinnern, die wir aus dem Glauben ziehen“, sagt Gärtner. An der Reise nimmt auch der aus Indonesien stammende Pfarrer und MÖD-Referent Welman Boba teil. Boba koordiniert beim Missionarisch-Ökumenischen Dienst in Landau die Partnerschaftsarbeit mit Papua.

Die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen der Evangelischen Kirche der Pfalz und der GKI-TP bestehen seit 1993. Die Partnerschaft wird schwerpunktmäßig vom Papua-Arbeitskreis im Kirchenbezirk An Alsenz und Lauter in Kooperation mit dem Missionarisch-Ökumenischen Dienst getragen. 

Papua liegt auf Neuguinea, der zweitgrößten Insel der Welt. Der Westen der Insel, wo auch die Partnerkirche GKI-TP liegt, gehört zu Indonesien.

Quelle: evkirchepfalz.de

 

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