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Guggemol: Eine ungewöhnliche Krippe

Es ist schon fast eine kleine Tradition. Seit einigen Jahren sendet mir Jens Henning aus Münster Bilder seines Krippenkunstwerkes zum Krippenwettbewerb im Religio-Museum Telgte zu.

Und jedes Mal freue ich mich darüber sehr.

Entstanden ist dies, dass ich nach dem Besuch des Museums so beeindruckt war von seiner Krippe, dass ich ihn einfach anfragte, ob ich dazu einen Beitrag im Gemeindebrief schreiben dürfte. Er erlaubte dies und noch mehr: jedes Jahr darf ich nun seine neuste Krippe entdecken!

In diesem Jahr steht seine Krippe unter dem Motto: „Ein Funken Hoffnung“

So beschreibt Jens Henning sein Werk: Unter einer quadratischen Glasabdeckung befindet sich eine dreidimensionale Holzkrippe mit einem modellierten 
Jesuskind. Dieses Kind ist mit einer ärmlich anmutenden, dreckigen und fleckigen Decke zugedeckt. 
Über dem Kopf des Kindes schwebt ein goldener Heiligenschein. 
Auf dem Holzsockel vor der Glasabdeckung befindet sich ein Drucktaster (Klingelknopf). 
Drückt der Ausstellungsbesucher auf diesen Knopf, springt vom Heiligenschein 
ein sichtbarer und hörbarer Funken auf den Kopf des Kindes über: 
Ein Funken Hoffnung!

Bildquelle: Jens Henning, privat

Ja, das braucht wohl die Welt, denke ich.

Die Nachrichten überschlagen sich und die Weltlage ist bedrückend. Dazu wird der Ton untereinander immer unversöhnlicher. 

Da ist das Hoffnungszeichen in dem Kunstwerk von Jens Henning wohltuend. Da liegt Jesus, klein, verletzlich, in einer ärmlichen Krippe. Der Heiligenschein ist ihm fast zu groß.

Und doch geht von diesem Kind Hoffnung aus. Er ist der Heiland, der uns mit Gott versöhnt. Einer von uns und doch ganz anders. Gott ist da, mitten in der Dunkelheit, mitten in unseren Sorgen, mitten in der Unsicherheit. Am Heiligenschein springt der Funke über. Ich wünsche mir den Funken Hoffnung, der uns ins Zuhören bringt, der Funke, der Gemeinschaft statt Streit fördert, der Funke für den Frieden.

Bildquelle: Jens Henning, privat

„Ein Hauch von Advent, ein Funken Licht, ein kleiner Zauber. Mehr braucht es manchmal nicht.“ Elke Breuning.

Auf Instagram finden Sie unter jhg_design_muenster einen kleinen Film dazu.

Eure Anja Bein