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Guggemol: Feministisch predigen

Ich habe den Eindruck, dass der Weltfrauentag im Jahr 2026 in unserer Kirche so stark wahrgenommen wurde wie noch nie.

Das hat viele Gründe, sicherlich auch, dass der Gender Pay Gap und der Equal Pay Day jedes Jahr mehr ins Bewusstsein der – auch kirchlichen – Öffentlichkeit rücken.

Ich finde Feminismus spannend. Ich denke an den Artikel in der Wochenzeit „Die Zeit“ mit dem Titel „Drei Frauen, drei Generationen – ZEIT-Autorin Jana Simon und ihre Tochter streiten mit Alice Schwarzer“. Starke Frauen diskutieren mit starken, auch kontroversen Argumenten.

Am Weltfrauentag, dem 8. März 2026 fanden an vielen Orten Demonstrationen statt – und auch unsere Kirche hat dazu eingeladen.

Manche Kirchengemeinden haben den Weltfrauentag 2026 in irgendeiner Weise gefeiert, zumal er in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel.

Ich war eingeladen, einen Gottesdienst mitzugestalten. Leider musste ich dann passen, ich war krank.

Aber lange hatte ich mir überlegt: Welcher biblische Text würde zum Tag passen? Welche Lieder?

Darüber möchte ich gerne mit euch, liebe Blog-Leser, in einen Austausch kommen? Habt ihr Erfahrungen? Wie macht ihr das in eurer Gemeinde? Was denkt ihr zum Thema? Gerne mailen an schmitt@moed-pfalz.de.

Ich hätte wohl gepredigt über das Magnificat aus Lukas 1,46ff, den Lobgesang der Maria. Im Lukasevangelium sind ja die Frauen die Heldinnen, allen voran Maria. Sie singt ein Lied über eine neue Welt, einen Macht- und Systemwechsel. Nicht sanft, nicht zärtlich, sondern leidenschaftlich, stolz, begeistert. Sie singt von stürzenden Thronen, Entmachtung der Herrschenden, von einer neuen Gerechtigkeit… – aber halt, ich möchte hier im Blog ja nicht predigen.

Ich hätte mir auch vorstellen können zu predigen über einen ganz ungewöhnlichen Bibeltext, vielleicht Offenbarung 12 (Die Frau und der Drache). Oder Hosea 11 (Gott nimmt sein Volk an seine Mutterbrust).

Welche Predigttext- und Liedideen habt ihr?

Der Weltfrauentag 2027 wartet schon um die Ecke…

Ich freue mich auf eure Gedanken und antworte garantiert.

Euer Gunter Schmitt