Schwarzer Tee, Sahne und Kluntje – mehr braucht es nicht für eine ostfriesische Teestunde.
Auf dem Seminar für diakonische Träger haben wir zusammen eine Teezeit gefeiert.
Der Tisch war vorbereitet mit Tischdecke, altem Geschirr, Teekanne gefüllt mit schwarzem Tee, Sahnehäubchen und Kluntje. Drei Tassen trinkt man klassischer Weise zusammen, soviel Zeit muss man schon haben beim Besuch. Da hat man Zeit zum Schweigen und Erzählen, zum Teilen von Geschichten, zum Zuhören und zum Genießen.

Zuerst kommt der Kluntje in die Tasse. Der Gastgeber schenkt allen Tee ein. Dann lässt man die Sahne vorsichtig mit dem Löffel in den Tee fließen, gegen den Uhrzeigersinn, denn die Teestunde ist eine Unterbrechung der Alltagszeit.
Eine Tasse Tee wird zum Sinnbild des Lebens. Der erste Schluck ist sahnig, sanft und weich wie die schönen Tage im Leben, der zweite Schluck ist herber, die die Tage auch mal sein können und zum Schluss kommt die Süße durch das Kluntje als Sinnbild, dass alles gut wird am Ende.
Der Herbst lädt nun ein zum Teetrinken. Wenn die Tage kühler werden, tut ein warmer Tee einfach gut. Zeit zum Hören und Erzählen – mit wem würdet Ihr gerne eine Tasse Tee trinken?
Eure Anja Bein
